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5.7.26 13:39
Lagerhalle steht auf Firmengelände in Vollbrand - riesige Rauchsäule weithin sichtbar – mehr als 400 Grad in brennender Produktionshalle stellt Feuerwehr vor Herausforderungen
Löscharbeiten dauern weiter an - Feuerwehr muss sich teils wegen der starken Wärmestrahlung zurückziehen und die eigene Technik retten - Lagerhalle war bis unter das Dach mit Papier und Pappe gefüllt und bot den Flammen reichlich Nahrung
05.07.26, 13:00 Uhr
Datum: Sonntag, 05. Juli 2026, 12:30 Uhr
Ort: Oranienburg, Landkreis Oberhavel, Brandenburg
(sg) Dramatische Lage bei einem Großbrand im Gewerbegebiet von Oranienburg: Dort ist am Sonntag eine Produktionshalle auf einem Firmengelände in Vollbrand geraten. Nach Angaben von Oranienburgs Stadtbrandmeister und Einsatzleiter Stefan Liedtke war die Halle bis unter das Dach mit Papier und Pappe gefüllt. „Dadurch hatten wir hier eine enorme Brandlast“, schilderte Liedtke die Lage.
In der Anfangsphase mussten sich die Einsatzkräfte zeitweise zurückziehen. Im Inneren der Halle seien Temperaturen von mehr als 400 Grad gemessen worden. Zudem drückte starker Wind die enorme Hitze und dichten schwarzen Brandrauch immer wieder in Richtung der Feuerwehrleute. „Wir mussten unsere Kräfte in der ersten Phase zurückziehen und auch Schläuche, Fahrzeuge und weitere Technik in Sicherheit bringen“, sagte der Einsatzleiter.
Die Wärmestrahlung war nach seinen Angaben so massiv, dass auch abgestellte Einsatzfahrzeuge geschützt und teilweise aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich gebracht werden mussten. Dennoch gelang es der Feuerwehr, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. „Das Übergreifen auf eine benachbarte Halle haben wir erfolgreich verhindert“, erklärte Liedtke.
Die betroffene Produktionshalle ist inzwischen weitgehend eingestürzt. Das brennende Material kann deshalb derzeit nicht direkt erreicht werden. Die Feuerwehr setzt zwei Drehleitern ein und löscht von oben sowie von mehreren Seiten. Später soll schwere Technik eingesetzt werden, um die eingestürzte Halle Stück für Stück zu öffnen und an verbliebene Glutnester heranzukommen.
Knapp 100 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Schutzpolizei und Kriminalpolizei sind an der Einsatzstelle. Der Einsatz wird sich voraussichtlich noch über mehrere Stunden hinziehen. „Jetzt löschen wir von allen Seiten und auch von oben. Gleichzeitig achten wir darauf, dass die Einsatzkräfte regelmäßig abgelöst und verpflegt werden. Denn jetzt ist es besonders wichtig, auf die Kameradinnen und Kameraden zu achten, damit sich niemand verletzt und wir den Brand in den kommenden Stunden vollständig löschen können“, sagte Einsatzleiter Stefan Liedtke.